Ob Gaza oder Westjordanland, dieselbe Unterdrückung nur unterschiedliche Gesichter- Im Gespräch mit Abed Hassan

Leben zwischen Trümmern - Bild: Hosny Salah

Drei Jahre nach Beginn des Genozids in Gaza und auf den Tag genau ein Jahr nach Inkrafttreten des sogenannten Waffenstillstands geht United4Palestine am 10. Oktober in Berlin auf die Straße, einst als United4Gaza gestartet, hat sie das Ziel in Deutschland Protest und Widerstand gegen Genozid und Besatzung zu organisieren. Etos.media sprach mit Abed Hassan, einem der Organisatoren des Protests über Widerstand, die Rolle Deutschlands und die Situation in Palästina.

etos.media: Du hast den Genozid in Gaza selbst erlebt. Wie hast du ihn in Gaza erlebt, wie nimmst du ihn heute wahr?

Abed Hassan: Die richtigen Worte zu finden, ist schwierig. Ich war selbst nur fünf Wochen in Gaza. Deshalb fühlt es sich für mich manchmal falsch an, darüber zu sprechen, wie schlimm es für mich war, wenn andere dort so viel mehr erlebt und verloren haben. Gleichzeitig frage ich mich drei Jahre nach Beginn des Genozids: Was bringt es noch, immer wieder darüber zu sprechen, wie sehr wir leiden, wenn es Menschen nicht zum Handeln bewegt oder sie sogar passiv macht?

Trotzdem hängt mir der Genozid bis heute in den Knochen. Er ist in meinem Kopf und begleitet mich unterbewusst in vielen Alltagssituationen. Der sogenannte Alltag in Gaza ist ein Überlebenskampf.

Vor Kurzem, bei einem unserer letzten Gespräche, erzählte mir meine Cousine von ihrer Arbeit. Während wir miteinander sprachen, schlug am helllichten Tag eine Rakete in der Nähe ihres Büros ein. Solche Angriffe sind auch seit dem sogenannten Waffenstillstand keine Ausnahme. Nach Angaben des Government Media Office in Gaza hat Israel den Waffenstillstand bis Ende August mindestens 4.379 Mal verletzt. Bis zum 1. Oktober wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Gaza seit Beginn des Waffenstillstands mindestens 1.439 Palästinenser getötet und mehr als 5.000 verletzt. Insgesamt wurden seit Oktober 2023 mindestens 74.040 Palästinenser getötet.

Es ist einfach wahnsinnig. Wahnsinnig, dass wir einen Zustand erreicht haben, in dem tägliches Töten und Perspektivlosigkeit für die Menschen in Gaza zur Normalität geworden sind und sich an ihrer Realität trotzdem so wenig ändert.

etos.media: Seit Oktober 2025 gilt offiziell ein „Waffenstillstand“. Wie erleben deine Familie, deine Freunde, deine Bekannten die Situation?

Abed: Meine Familie versucht in Gaza, wie alle anderen auch, das Beste aus einer Situation zu machen, die weiterhin ein absoluter Ausnahmezustand ist. Diejenigen in meiner Familie, die noch ein Haus besitzen, leben dort teilweise mit der doppelten oder dreifachen Zahl an Menschen. Familienmitglieder, die ihr Zuhause verloren haben, sind bei ihnen untergekommen. Teilweise leben Menschen in Zelten auf Grundstücken oder Dächern.

Auch der Schulalltag meiner Familie hat mit einem normalen Schulbetrieb nichts mehr zu tun. Das gilt für fast ganz Gaza. Nahezu alle Schulen wurden während des Genozids beschädigt oder zerstört. Zwar gibt es inzwischen wieder Unterricht, aber Hunderttausende Kinder lernen in provisorischen Lernräumen. Ein normaler Schulalltag existiert für einen großen Teil der Kinder weiterhin nicht. Das bedeutet auch, dass Familien mit Geld eher Möglichkeiten finden, ihren Kindern irgendwie Bildung zu ermöglichen. Familien, die diese finanziellen Möglichkeiten nicht haben, können das nicht.

Trotz allem versuchen meine Familie und meine Freunde weiterzuleben. Sie heiraten, gründen Familien und versuchen, aus einer schier aussichtslosen Situation das Beste zu machen. Zwei meiner engsten Freunde haben nach dem Waffenstillstand geheiratet. Andere haben Kinder bekommen.

Mein eigener Kontakt zu meiner Familie hat gleichzeitig stark abgenommen. Ein Grund ist, dass ich oft das Gefühl habe, ihnen in unseren Gesprächen nicht gerecht werden zu können. Einer meiner Cousins und engsten Freunde hat während des Genozids seinen Bruder und engsten Freund verloren. Er ist danach in eine so tiefe Depression gefallen, dass ich irgendwann selbst nicht mehr wusste, welche Worte ich finden soll.

etos.media: Hier in Deutschland wird viel über Palästina gesprochen, selten mit Menschen aus Palästina. Was fehlt euch in der Debatte? Ist eure Demo auch eine Antwort darauf?

Abed: Während ich dieses Interview schreibe, hat die Green Party in Großbritannien auf ihrem Parteitag beschlossen, sich offiziell antizionistisch zu positionieren. Der Beschluss unterstützt einen einzigen demokratischen Staat im historischen Palästina und bekräftigt unter anderem die Unterstützung für BDS und ein vollständiges Waffenembargo gegen Israel.

Gleichzeitig erleben wir in Deutschland eine völlig andere Debatte. Positionen, die für uns Mindestpositionen für die Zukunft der Palästinenser und für einen Frieden aller Menschen in der Region darstellen, werden kriminalisiert oder aus dem politischen Diskurs gedrängt. Menschen werden ausgeschlossen, verlieren Ämter oder müssen mit politischen und beruflichen Konsequenzen rechnen.

Deshalb habe ich häufig das Gefühl: In Deutschland gibt es keine wirkliche Debatte.

Statt über die fortschreitende Vertreibung und Auslöschung palästinensischen Lebens zu sprechen, wird über Israels Existenzrecht oder die sogenannte Zweistaatenlösung diskutiert. Damit wird aus meiner Sicht vom Kern des Problems abgelenkt. Es wird nicht über Israel als siedlerkolonialen Apartheidstaat gesprochen. Es wird nicht über die alltägliche Diskriminierung der Palästinenser gesprochen. Und es wird nicht über die tatsächliche Natur dieser Auseinandersetzung gesprochen.

Wir sprechen über einen Staat, der einen Genozid an den Palästinensern begeht. Wir sprechen über einen Staat, in dem die Todesstrafe für sogenannte Terroristen beschlossen wurde, deren Anwendung nach meiner Auffassung vor allem Palästinenser treffen wird.

Wir sprechen über palästinensische Gefangene, die geschlagen, gefoltert und erniedrigt werden. Es gibt Berichte über Elektroschocks, Waterboarding, Hundeangriffe, sexualisierte Folter, Vergewaltigung und versuchte Vergewaltigung, erzwungene Nacktheit, Schläge auf die Genitalien und die systematische Verweigerung medizinischer Versorgung.

Wir sprechen über einen Staat, in dem solche Misshandlungen palästinensischer Gefangener politisch verteidigt werden und in dem sich Minister mit der Erniedrigung palästinensischer Gefangener inszenieren. Genau über diese Realität wird kaum gesprochen. Gleichzeitig wird Antisemitismus immer wieder benutzt, um eine inhaltliche Auseinandersetzung bereits im Keim zu ersticken. Deutschland führt deshalb aus meiner Sicht keine offene Debatte, sondern schränkt den Raum ein, in dem echte Meinungsbildung überhaupt stattfinden kann.

Mit United4Palestine wollen wir genau dort ansetzen. Es kann keine echte Debatte geben, wenn über Repression gesprochen wird, ohne die Perspektive derjenigen ins Zentrum zu stellen, die davon betroffen sind. Dazu gehören für uns vor allem die Palästinenser als Opfer der Nakba und des Genozids. Wir vertreten Positionen, die wir als notwendiges Minimum betrachten, und wollen damit Menschen und Politik dazu bewegen, endlich eine echte Debatte zu führen.

etos.media: Am 10. Oktober geht United4Palestine in Berlin auf die Straße. Warum jetzt, und warum heißt ihr nicht mehr United4Gaza?

Abed: United4Gaza entstand während der Hochphase der Aushungerung im Genozid, als die ganze Welt nach Gaza schaute. Aber eigentlich ging es uns nie nur um Gaza. Unsere Initiative besteht aus Palästinensern aus Gaza, der West Bank, dem historischen Palästina, aus palästinensischen Flüchtlingsgemeinschaften im Libanon und aus vielen weiteren Orten dieser Welt.

Die israelische Besatzung und auch das deutsche Narrativ behandeln die Verbrechen in Gaza, der West Bank, Ostjerusalem und im historischen Palästina häufig wie voneinander getrennte Ereignisse. Genau dagegen wollen wir ein Zeichen setzen. Wir lassen uns nicht geografisch auseinanderdividieren.

Der Genozid in Gaza, die Apartheid in der West Bank, die Siedlergewalt, die Hauszerstörungen in Ostjerusalem, die Landnahme und die Repression gegen Palästinenser im historischen Palästina sind für uns keine voneinander getrennten Ereignisse. Sie sind unterschiedliche Erscheinungsformen desselben Besatzungssystems.

etos.media: Der Aufruf sagt: Gaza, Westjordanland und Jerusalem lassen sich nicht trennen. Ist die Situation im Westjordanland und in Jerusalem nicht trotzdem eine andere als in Gaza? Was verbindet sie?

Abed: Die Repression sieht an jedem Ort anders aus. Palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft, die häufig auch als 48er Palästinenser bezeichnet werden, erleben strukturelle Benachteiligung bei Landnutzung, Stadtplanung und Wohnungsbau. Dazu kommt eine massive Welle organisierter Kriminalität und Tötungen innerhalb der palästinensischen Gesellschaft. Seit Jahren werfen Palästinenser der israelischen Polizei vor, diese Kriminalität bewusst gewähren zu lassen und damit Gewalt, Chaos und Angst innerhalb ihrer Gemeinden zu fördern.

Allein 2025 wurden nach Angaben der palästinensischen Knessetabgeordneten Aida Touma-Sliman 252 Palästinenser innerhalb Israels ermordet. Sie erklärte außerdem, selbst die Polizei sage, bestimmte kriminelle Familien stünden unter dem Schutz des Shin Bet und seien deshalb kaum anzutasten.

Für viele Palästinenser ist deshalb nicht nur die organisierte Kriminalität selbst das Problem. Es geht auch um die Frage, warum der israelische Staat diese Gewalt innerhalb palästinensischer Gemeinden nicht verhindert und warum Strukturen bestehen, in denen diese Kriminalität weiter wachsen kann.

In Ostjerusalem werden palästinensische Häuser zerstört, häufig mit der Begründung fehlender israelischer Baugenehmigungen, während solche Genehmigungen für Palästinenser nur sehr schwer zu erhalten sind. Gleichzeitig leben viele Palästinenser dort mit der ständigen Gefahr, ihr Aufenthaltsrecht zu verlieren.

In der West Bank sterben Palästinenser durch Siedlergewalt und sind täglich der Willkür israelischer Siedler ausgesetzt. Häuser werden angegriffen, landwirtschaftliche Flächen zerstört, Olivenbäume verbrannt, und Land wird weiter annektiert. Und über die jahrzehntelange Blockade des Gazastreifens und den daraus folgenden Genozid müssen wir an dieser Stelle gar nicht erst ausführlich sprechen.

All diese Dinge sind für mich keine zufälligen Verwaltungsfehler und keine voneinander unabhängigen Gewaltausbrüche. Der Staat Israel macht in seiner grundlegenden Politik keinen Unterschied zwischen den verschiedenen Teilen des palästinensischen Volkes. Für mich ist es überall dieselbe Maschine der Repression, nur mit unterschiedlichen Gesichtern.

etos.media: Ihr fordert ein Ende der deutschen Komplizenschaft. Wo zeigt sie sich am deutlichsten? Was könnte Deutschland real verändern?

Abed: Es könnte mit Dingen anfangen, die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Großbritannien, Frankreich und Kanada haben angekündigt, Importe aus israelischen Siedlungen zu verbieten und gezielt gegen diejenigen vorzugehen, die Siedlungen unterstützen oder von ihnen profitieren. Auch andere europäische Staaten haben entsprechende Maßnahmen angekündigt oder unterstützt.

Deutschland könnte solche Maßnahmen konsequent unterstützen. Es könnte aufhören, Palästinenser in erster Linie als Sicherheitsrisiko wahrzunehmen.

Das zeigt sich für mich besonders deutlich bei schwer verletzten Kindern aus Gaza. Selbst bei Kindern, die dringend medizinische Behandlung benötigen, wird darüber diskutiert, ob und unter welchen Bedingungen sie nach Deutschland gebracht werden können. Dabei spielen auch Sicherheitsüberprüfungen ihrer Begleitpersonen eine Rolle. Die Bundesregierung bestreitet zwar, dass die Kinder wegen eines pauschalen Terrorverdachts gegen ihre Familien nicht aufgenommen werden. Aber genau diese Sicherheitslogik ist für mich Teil des Problems. Selbst wenn es um verletzte Kinder geht, werden ihre palästinensischen Familien zunächst als mögliches Sicherheitsrisiko behandelt.

Deutschland könnte außerdem Konsequenzen verlangen, wenn israelische Behörden deutsche Staatsbürger töten oder wenn die israelische Besatzung Projekte zerstört, die mit europäischen Geldern finanziert wurden. Deutschland könnte in solchen Fällen aufhören zuzuschauen und zu schweigen und Israel zur Rechenschaft ziehen.

Ich spreche bewusst nicht zuerst über Waffenlieferungen, obwohl sie für mich die offensichtlichste Form deutscher Komplizenschaft darstellen. Denn wenn die deutsche Politik nicht einmal bei diesen vergleichsweise kleinen Schritten bereit ist, ihren Kurs zu ändern, erscheint mir ein Ende der Waffenlieferungen angesichts der politischen und wirtschaftlichen Verflechtungen fast wie eine Utopie.

Dafür wäre eine grundlegende Kursänderung notwendig. Ich glaube, dass eine solche Veränderung Generationen dauern kann.

etos.media: Palästinasolidarität wird hier zunehmend kriminalisiert. Das benennt nicht nur ihr in eurem Aufruf, sondern auch immer mehr Menschen in diesem Land, ob Wissenschaftler, Journalisten, Aktivisten oder sogar Politiker. Wie macht sich die Kriminalisierung bemerkbar?

Abed: Die Repression ist unglaublich vielfältig. Teilweise geschieht sie so strukturell und subtil, dass sie gar nicht mehr als Repression wahrgenommen wird.

Palästinademonstrationen stehen in Deutschland unter enormer Beobachtung. Ein deutliches Beispiel war der Palästinakongress in Berlin im April 2024. Die Berliner Polizei löste die Veranstaltung am ersten Tag auf und untersagte anschließend ihre Fortsetzung. Bundesinnenministerin Nancy Faeser begrüßte das Vorgehen, aber es war nicht das Bundesinnenministerium, das den Kongress verboten hatte.

Der britische Arzt palästinensischer Herkunft Ghassan Abu Sittah, der zuvor in Gaza gearbeitet hatte und dort als Arzt Augenzeuge des Krieges geworden war, durfte für den Kongress nicht nach Deutschland einreisen. Ein Gericht stellte später fest, dass das Einreiseverbot rechtswidrig war.

Auch schon vor dem 7. Oktober wurden in Berlin palästinensische Demonstrationen verboten. Besonders sichtbar war das bei Veranstaltungen zum Nakbagedenken 2022 und 2023.

Auch auf Demonstrationen selbst erleben wir diese Kriminalisierung. Das Polizeiaufgebot steht für mich häufig in keinem Verhältnis zur Zahl der Demonstrierenden. Dinge werden kriminalisiert und angezeigt, bei denen für mich kaum noch nachvollziehbar ist, worin überhaupt eine Straftat liegen soll.

Bei einer unserer Mahnwachen bekam ein Freund beispielsweise eine Anzeige, weil er das Bild eines hungernden palästinensischen Kindes neben das Bild eines jüdischen Kindes aus der Zeit des Nationalsozialismus stellte und dazu „Nie wieder für alle“ schrieb. Das Bild wurde beschlagnahmt und gegen ihn wegen Volksverhetzung ermittelt.

Dazu kommt für mich die bewusste Einschränkung dessen, was Palästinenser überhaupt sagen dürfen. Ein gutes Beispiel ist „From the river to the sea“. Die Parole wird weltweit von vielen Menschen als Ruf nach Freiheit, einem Ende der Apartheid und gleichen Rechten für alle Menschen verstanden. In Deutschland wird sie dagegen immer wieder mit der Hamas und mit Terrorismus in Verbindung gebracht und wurde in konkreten Fällen auch strafrechtlich verfolgt.

Genau darin liegt für mich das Problem. Wenn ein solcher Spruch automatisch in die Nähe der Hamas gerückt wird, entsteht für Palästinenser und Palästinasolidarische sofort ein Terrorverdacht. Damit wird der Raum des Sagbaren massiv eingeschränkt. Es wird bereits im Voraus festgelegt, welche palästinensischen Positionen noch als legitim gelten und welche nicht.

Dabei müsste die eigentliche Frage doch sein, was ein Mensch mit dieser Aussage meint. Wenn jemand damit ein freies Palästina, ein Ende der Apartheid und gleiche Rechte für alle Menschen unabhängig von Ethnie und Religion fordert, dann muss genau darüber diskutiert werden.

Die Parole wurde außerdem nicht nur von palästinensischen Organisationen verwendet. Auch die Likudpartei hat die Vorstellung israelischer Souveränität über das gesamte Gebiet zwischen Jordan und Mittelmeer vertreten. Für mich zeigt sich gerade daran der Doppelstandard. Entscheidend ist nicht nur, welche Worte benutzt werden, sondern auch, wer sie benutzt und welche politische Bedeutung ihnen zugeschrieben wird.

Statt eine solche Diskussion zu führen, wird Palästinasolidarität immer wieder in den Kontext der Unterstützung oder Verherrlichung von Terrororganisationen geschoben. Damit wird die inhaltliche Diskussion im Keim erstickt. Für mich geht es deshalb längst nicht mehr nur darum, was gesagt wird. Es geht auch darum, wer es sagt.

etos.media: Was erhofft ihr euch vom 10. Oktober?

Abed: Wir hoffen, dass wir am 10. Oktober wieder gemeinsam ein Zeichen setzen und den Fokus auf Palästina richten können, gerade in einer Zeit, in der es wieder einfacher geworden ist, wegzuschauen. Gleichzeitig wollen wir die Community stärken. Wir wollen einen Tag schaffen, an dem Menschen zusammenkommen, Kraft schöpfen und im besten Fall motiviert nach Hause gehen, um selbst Aktionen zu organisieren und tätig zu werden.

Die Demonstration ist für Palästina und für die Menschen vor Ort. Aber sie ist auch für uns selbst als Palästinenser in Deutschland wichtig. Für unser eigenes Wohlergehen und für unsere Situation hier ist es von immenser Bedeutung zu zeigen, dass wir nicht schweigen, dass wir da sind und dass wir sichtbar bleiben.

etos.media: Danke dir für das Gespräch.

Dieser Autor schreibt für etos.media.

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