„Die Straßen sind unser Klassenraum und sie werden es bleiben, bis wir sterben.” – Studierenden-Intifada II

Protest der Studierenden-Intifada vor der Royce Hall der UCLA

In den letzten drei Jahren kämpfen Studierende auf der ganzen Welt darum, dass sich ihre Universitäten vom Genozid in Palästina distanzieren. Am 3. Oktober interviewte Elisabeth Koch Galo Lopez, einen PhD-Kandidaten in Geschichte und graduierten studentischen Beschäftigten an der University of California Los Angeles (UCLA) über die Lehren der Studierenden-Intifada und die Repression, die seine Kolleg*innen und er in den USA erfahren. Im zweiten Teil beschreibt Galo sein Verfahren und stellt weitere strategische Überlegungen an.
Hier findet ihr den ersten Teil. Dort spricht Galo über die Anfänge der Bewegung von 2023 bis zu seiner Festnahme.

etos.media: Welche Konsequenzen gab es für dich nach der Festnahme? Hat sich alles aufgelöst?

Galo: Wir dachten, dass festgenommen zu werden das Ende vom Lied sei. Wir dachten, dass wir nun nur noch daran arbeiten müssten, dass die Vorwürfe auf der kommunalen Ebene fallen gelassen werden. Denn die Cops arbeiteten unter der Jurisdiktion der Stadt und wir hatten Vorladungen von der Stadt bekommen. Allerdings versuchte die Universitätsleitung, mir und anderen Verstöße gegen den studentischen Verhaltenskodex anzuhängen. Bei mir waren das „Behinderung und Störung“, „Aufrührerisches Verhalten“ (geteilt in “Disorderly Behavior”, “Disturbing the Peace“) und „Widerstand“, von denen alle als unhaltbar von Mitgliedern der Jury zurückgewiesen wurden – zwei Mal! Die Universität gibt vor, für diese Fälle zu sein, doch sie halten sich an keinerlei juristische Prozesse.

Für mich sah das folgendermaßen aus:

Im darauffolgenden Herbstquartal 2024 [Anm. d. Red.: Die UCLA arbeitet im Quartalssystem, Herbst ist das nächste Vollzeitstudienquartal] mussten wir mit dem Befragungsprozess beginnen, wobei wir der Leitung erklären mussten, dass wir gegenüber diesen Anschuldigungen auf „unschuldig“ plädieren. Im Winter- und Frühlingsquartal 2025 fanden dann die Anhörungen statt. Ich sollte eigentlich meine Anhörung im April 2025 haben. Allerdings passte der Termin nicht, weil ich zu der Zeit im Seminar war, deshalb mussten wir den Termin verschieben. Und das hat Monate gedauert, bis zum nächsten Herbstquartal. Aber da unterrichtete ich wieder und ich würde doch den Unterricht nicht ausfallen lassen für diese dumme Anhörung. Ich muss unterrichten! Also schoben sie das Ganze in den Januar 2026. Zu dem Zeitpunkt musste mein zweiter Anwalt, den ich angeheuert hatte, weil meine ursprüngliche Anwältin geheiratet hat und in den Flitterwochen war, sich aufgrund eines Trauerfalls beurlauben lassen. Also schoben wir die Anhörung auf den 17. April 2026.

Diese Woche war verrückt: Ich musste mein Exposé verteidigen, ich musste die Angebote für meinen Master in Sozialer Arbeit annehmen, wofür ich mich beworben hatte, falls die UCLA mich verweisen würde. Und ich musste meine Steuererklärung machen … [lacht] das war mein Verschulden. Aber zur Verteidigung des Doktorarbeitsexposés: Ich stand unter Druck, genauso wie vor meinem ursprünglichen Anhörungstermin, als ich meine Examen schreiben musste, um zum PhD-Kandidaten zu werden. Wenn sie mich suspendiert hätten, bevor ich die Kandidatur erreicht hätte, hätte ich mich im Herbstquartal nochmal neu auf meinen Studiengang bewerben müssen und ich hätte im darauffolgenden Herbst neu zugelassen werden müssen, was meine komplette akademische Karriere für mindestens zwei Jahre auf Eis gelegt hätte, sogar länger, falls sie mich für mehr als drei akademische Quartale suspendiert hätten.

Das ist der Unterschied zwischen Suspendierungen für graduierte Studierende und Bachelorstudierende. Bacherlorstudis können, wenn ihre Suspendierung vorbei ist, zurückkommen und ihr Curriculum beenden, während graduierte Studis sofort aus dem Studiengang geworfen werden. Und es gibt keine Garantie, dass man nochmal zugelassen wird. Einige meiner Kolleg*innen haben versucht, mit ihrem Fachbereich zu verhandeln und der Fachbereich hat gesagt: „Wir wollen dich nicht zurück haben.“ Effektiv ist das ein Rauswurf, keine Suspendierung. Graduierten Studierenden wird dann nicht nur ihr Studierendenstatus aberkannt, sie verlieren auch ihre Arbeit, ihre Stipendien, ihre Gesundheitsversorgung, ihre Kinderbetreuung, ihren Wohnheimplatz; sie werden von der akademischen Community und von ihrer Forschung abgeschnitten. Mein Kollege Seth, dem das passiert ist, … einige der Leute in seinem Fachbereich haben ihm ins Gesicht gesagt, dass er ein „Fremder“ sei. Graduierte Studierende verlieren alles, deswegen kämpfe ich darum, dass mir der Studierendenstatus nicht aberkannt wird.

Bei der Anhörung gibt es das Panel, also „die Jury“ – bestehend aus Fakultätsmitgliedern, Alumni*ae und anderem Personal –, die Universität als „die Öffentlichkeit“ und den Beschuldigten. Keine Studierenden.

Nachdem die Jury den Fall dargelegt hatte, sprach das Büro für den studentischen Verhaltenskodex und nachdem diese befragt worden sind, ging das Wort an die Cops. Danach wurden die Zeugen befragt und ich konnte meine Stellungnahme abgeben.

In meinem Fall, – man kann sich den Scheiß nicht ausdenken! – war einer der Cops der Strafverfolger aus dem O.J.-Simpson-Prozess. Dieser Cop sprach, als wäre er dabei gewesen, als ich festgenommen wurde, obwohl er nicht dort gewesen war. Wichtig war, dass er in seinem Bericht auch Bezug auf Videos von der Festnahme nahm. Kurz gesagt: die Jury stellte sich auf meine Seite, sprachen mich von den Anschuldigungen frei und stellten fest, dass keine Videos abgegeben worden waren, denn die Cops hatten die 72-stündige Deadline verpasst.

In einem fairen Verfahren wäre das das Ende vom Lied gewesen. Aber weil das kein faires Verfahren ist, hat der Dekan ein Vetorecht. Und der Dekan hat davon auch in den Verfahren einiger meiner Freund*innen Gebrauch gemacht. Und so entschied er selbstverständlich auch bei mir, das Verfahren wegen eines „Verfahrensfehlers“ wiederaufzunehmen, damit die Videobeweise benutzt werden können. Deshalb musste ich vor ein paar Tagen nochmal zur Anhörung. Dieses letzte Berufungsverfahren war auch problematisch, weil der Dekan seine Antwort an mich falsch betitelt hatte und die komplette Anhörung wiederholen wollte. Unabhängig davon erklärte die Jury am 1. Oktober jedoch erneut, dass das Verfahren aus Mangel an Beweisen eingestellt wird. Wir stellten sicher, dass wir dieselben Mitglieder im Panel hatten wie bei der ersten Anhörung, was nicht immer garantiert ist. Gerade warten wir auf die Vetoentscheidung des Dekans. Wenn er ein Veto einlegt, werden wir die Universität verklagen. [Anm. d. Red.: Einige Tage nach dem Interview gewann Galo sein Verfahren und muss keine Suspendierung mehr fürchten.]

etos.media: Für dich als graduierter Student hat dieser Vorfall von Polizeigewalt an deinem Arbeitsplatz stattgefunden. Wie genau haben deine Gewerkschaft, aber auch deine Studierenden und Doktoratsbetreuer*innen auf die gewaltsame Repression reagiert?

Galo: Wir hatten wirklich Glück, dass unser Gewerkschaftspräsident bei der Räumung des ersten Camps anwesend war. So waren alle in Solidarität gegen die brutale Gewalt der Universitätsleitung vereint. Das machte es möglich, dass die Gewerkschaftsbürokratie eine Urabstimmung für einen Streik wegen Fehlverhalten am Arbeitsplatz ausrief. Das war aber ein sehr politischer Streik, ein pro-Palästinensischer Streik, ganz anders als der Tarifstreik in 2022. Es ging nicht nur um unsere Gehälter, sondern es ging um unsere Identität außerhalb der Arbeit, weil er die Forderung nach Desinvestment beinhaltete. Und Cops off Campus war endlich wieder auf dem Tisch – nach dem Verrat 2022. [Anm. d. Red.:Die Forderung einer Studierendenbewegung zur Abschaffung der Polizeidienststelle der Universität war 2022 in eine Tarifvertragsforderung übersetzt worden, die die Verhandlungsführer*innen schnell gänzlich aufgaben.]

Vor allem mein Geschichtsfachbereich und insbesondere für meinen Doktorvater Robin Kelley, der eine bedeutender Gelehrter zum Thema racial capitalism und Abolitionismus ist, wir müssen das tun, was wir predigen. Wie Professor Kelley öffentlich festgestellt hat: Das wird nicht nur ein Erfolg für mich als Student sein, sondern für die gesamte Bewegungn. Es muss getan werden!

Was die anderen Studierenden angeht, sie waren auf meiner Seite. Aber es wurde schwierig. Man konnte sehen, wie unsere Anzahl mit jedem Camp weniger wurde. Wir fühlten uns sehr stark, als wir das erste Mal von Campusfremden attackiert wurden, aber als die Polizei kam, fühlten wir uns schwach. Man kann nur bis zu einem gewissen Punkt etwas ausrichten mit einem Laptop und einem Rucksack. Wir waren immer noch viele, aber es war nicht mehr so groß wie das erste Camp. Zuerst dachten wir, diese Angreifer wären unsere Feinde, aber wir fanden schnell heraus, dass eigentlich UCPD, der gefängnisindustrielle Komplex an der UCLA, gegen die Studierenden, die Angestellten und die Fachbereiche antrat. Und das ließ die Moral sinken.

Die Gewerkschaft jedoch hat es versaut: Als der aktuelle Vertrag verhandelt wurde, haben sie Desinvestment und Cops off Campus wieder rausgenommen! Es war wirklich traurig, das zu hören.

[Anm. d. Red.: Studierende und Universitätsangestellte hatten vor den Verhandlungen im März 2025 ein white paper veröffentlicht, dass die Verbindungen der UCLA zu Israel bennent und Desinvestment wieder ins Visier nahm.]

etos.media: Ich würde gerne auch einen Blick auf den größeren politischen Kontext werfen. Während der Genozid 2024 eskalierte, wurde Donald Trump für seine zweite Amtszeit eingeschworen. Welchen Einfluss hatte das auf die Bewegung zur Befreiung Palästinas, besonders die Studierenden? Welche Änderungen in Bezug auf die politische Unterstützung hast du während Trumps zweier Amtszeit bemerkt?

Galo: Das hatte auf jeden Fall eine Wirkung. Besonders an einer staatlichen Universität, wo der größte Teil des Geldes vom Staat kommt. Die Trump-Regierung hat klargestellt, dass alle, die an den Studierendenprotesten teilgenommen haben, Konsequenzen zu spüren bekommen sollten und drohte jeder Uni, die das nicht befolgen würde, den Geldhahn zuzudrehen. Er hat das Bildungsministerium komplett auseinandergenommen, um Studierende ins Visier zu nehmen. Wir halten das für einen der Gründe, warum der Dekan so sehr darauf beharrte, Studierende zu suspendieren: Sowohl die zionistischen privaten Spender als auch die Trump-Regierung versuchten, die Studierendproteste zu beenden.

AIPAC (American Israeli Public Affairs Committee) hat seine Finger überall mit drin. An der UCLA dachten wir, dass wir uns nur mit dem Universitätsrektorat herumschlagen müssten, aber in Wahrheit standen wir der Trumregierung gegenüber. Und ich sehe dasselbe jetzt an der Columbia. Das ist der Grund, warum ich hier so viel lernen kann. Columbia hat mir beigebracht, dass es sich um etwas viel größeres handelt als wir gedacht hatten. Wir stehen dem faschistisch-kapitalistischen Regime gegenüber, dessen derzeitiges Gesicht Donald Trump ist.

etos.media: Sowohl der deutsche als auch der US-amerikanische Staat haben die eskalierenden Spannungen rund um die Befreiung Palästinas genutzt, um eine erhöhte staatliche Überwachung und Polizeigewalt zu rechtfertigen. Welchen Einfluss hatte das auf die pro-palästinensische Studierendenbewegung in den USA?

Galo: Die Studierenden-Intifada hat den Überwachungsstaat, den es an den Universitäten der USA schon immer gab, enttarnt. Doch es gibt immer noch viele SJP Gruppen (Students for Justice in Palestine), die auf der ganzen Welt protestieren – wundersamerweise. Ich habe vor ein paar Tagen die Dokumentation über Edward Said geschaut, wobei ich auch seine Tochter Najla Said getroffen habe. Sie erzählte mir, dass ihr Vater, wenn er noch hier wäre, so stolz auf die Studierenden sein würde. Er wäre angeekelt von der Unileitung und so stolz auf die Studierenden. Die Studierenden werden immer der Kern der Universitäten sein. Sie mögen vom Rektorat verwaltet werden, aber die Studierenden sind der Kern. Stell Dir das wie die Kerne in einem Apfel vor. Das Fruchtfleisch mag glänzen und lecker sein, aber es sind die Studierenden, die neue Universitäten erschaffen werden.

etos.media: Welche Erfolge siehst du in den letzten drei Jahren für die Studierendenbewegung? Wie würdest du die aktuelle Strategie ändern?

Galo: Wir befinden uns immer noch mitten in einem großen Studierendenaufstand. Die Moral mag gesunken sein, aber das Bewusstsein bleibt. Wenn wir korrekte Bezeichnungen für Genozid, Faschismus, Kapitalismus benutzen, dann schreiben wir das Bewusstsein in unser Gehirn, das wir aufbauen müssen, um diese Systeme der Unterdrückung zu verändern. Jetzt gerade müssen wir uns in einer Welt der epistemischen Gewalt zurechtfinden, in der Studierenden ihr Recht auf Bildung versagt ist. Selbst das Wort „Palästina“ zu benutzen, war vorher nicht selbstverständlich. Aber man kann in einer Institution, wo nur einseitig Stimmen gehört werden und alles überwacht ist, nicht lernen. Von daher ist allein das Wort „Genozid“ in der Öffentlichkeit zu nutzen und sogar Promis, die es benutzen, zu hören, schon ein Erfolg.

Die Sprache der Intifada blüht auf der ganzen Welt. Menschen debattieren nun miteinander, die vorher den Holocaust als den einzigen Genozid betrachtet haben. Aber das war auch vor 2023 bereits falsch. Der erste Genozid wurde von den Deutschen gegen die Ovaherero und die Nama im heutigen Namibia begangen. Die Palästinensische Befreiungsbewegung hat es also möglich gemacht, im großen Maßstab über koloniale Gewalt zu sprechen.

Abolitionismus ist jetzt auch wieder ein viel größeres Thema. Menschen kommen zusammen, um ICE abzuschaffen! All diese Themen finden wieder in den Medien statt. Und das ist das einzige, das ich Trump lasse: Danke, dass du ein Idiot und ein Arschloch bist – denn du hast zugelassen, dass wir die Gewalt und die Unterdrückung sehen, der wir in diesem System ausgesetzt sind. Aber jetzt haben wir die Sprache, um weiterzumachen. Es handelt sich nicht länger um epistemische Gewalt sondern um epistemischen Fortschritt.

Schau, wir haben einen muslimischen Bürgermeister in New York City! Also ich persönlich hasse zwar alle Politiker*innen, denn ich glaube nicht, dass irgendein Wandel innerhalb des kapitalistischen Systems erreicht werden kann, aber Mamdani, auch wenn er ein Politiker bleibt, hat wenigstens teilweise die Studierenden-Intifada unterstützt, zum Beispiel als er androhte, Columbia zu verklagen.

Wenn es um Veränderungen geht: Ich würde gerne sehen, dass die Gewerkschaften der studentischen Beschäftigten aktiver werden. Sie müssen sich daran erinnern, dass wir immer zuerst Studierende bleiben werden, anstatt diese Sphären zu trennen. Wir müssen unsere studierenden beschützen, koste es, was es wolle, denn systemische Gewalt und rassistische Motive beeinflussen uns alle nachteilig.

Leider habe ich das häufig auch beim Organisieren außerhalb der Gewerkschaft gesehen, wenn graduierte Studierende und Bachelorstudis aneinander geraten sind. Meiner Meinung nach ist es unser Job, die Bachelorstudis zu unterstützen und zu ermutigen und nicht anzunehmen, dass wir ihnen überlegen sind, weil wir ihre Lehrkräfte sind. Status bedeutet nichts, wenn wir alle unterdrückt sind.

Im größeren Bewegungszusammenhang würde ich gerne eine größere Wertschätzung von Musik sehen, einen künstlerischen und expressiveren Ausdruck; Musik hat uns erlaubt, die Pracht von Kollektivität und Gemeinschaft zu sehen. Sie erzeugt Resonanz. Menschen sollten anfangen, palästinensische Musik zu hören. Sie sollten Musik hören von Leuten, die sie früher als Feinde betrachtet haben, weil sie keine Feinde sind sondern Künstler*innen.

Natürlich will ich die Abschaffung der Gefängnisse sehen, die Abschaffung von ICE und der binären Regierung. Hört auf zu sagen: Ich bin in der DSA [Anm. d. Red.: Democratic Socialists of America, die Mamdani unterstützten], aber ich trete als Demokrat an. Hört auf! Seid einfach direkt! Es gibt keinen passiven Fortschritt.

etos.media: Deutsche Studierende kämpfen auch noch gegen die Komplizenschaft ihrer Universitäten mit dem Genozid. Einige haben demokratisch BDS Resolutionen in ihren Körperschaften verabschiedet trotz der Feindseligkeit ihrer Universitätsleitung und etablierter zionistischer Medien. Hast du noch ermutigende Worte für sie?

Galo: Die Straßen sind unser Klassenraum und sie werden es bleiben, bis wir sterben. Ihr bringt Schule zurück zu den Menschen: frei geäußert, frei gelernt, frei gelehrt. Bewegt euch weiter nach vorn und bringt die Bildung auf die Straße. Lehrende sind nichts ohne ihre Studierenden. So lange ihr weiter kämpft, werden wir eure Lehrer*innen sein, obwohl wir in diesem Moment genauso Demut erfahren, eure Studierenden sein zu dürfen. Sagt weiterhin: „Freiheit für Palästina“, denn ein freies Palästina wird uns alle befreien.

Alle Menschen haben ein Recht auf freien Zugang zu unabhängiger, machtkritischer Berichterstattung. Das wurde mir besonders deutlich, während ich in Ägypten und den USA gelebt und gearbeitet habe und bei Streiks und Protesten, aber auch im Alltag immer wieder mit Polizeigewalt und staatlicher Willkür konfrontiert wurde. Um mich zurück in Deutschland, das zunehmend repressiver wird, an der Bildung einer kritischen Öffentlichkeit aktiv zu beteiligen, schreibe ich seit 2026 bei etos.

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